Die Transformation der chinesischen und möglicherweise auch nordkoreanischen Gesellschaft und Staatsbetriebe in eine zivile Gesellschaft kann auf dem Hintergrund der Besonderheiten der Länder nicht einfach nach dem Schema fremder Vorbilder vonstatten gehen. Dennoch sind die in Deutschland nach 1989 gewonnenen Erfahrungen im Rahmen der Umgestaltung Ostdeutschlands für die weitere Entflechtung der Staatswirtschaft von Bedeutung und könnten bei der Schaffung von Handlungsalternativen, Gestaltung von Regelungsabläufen sowie in konkreten Projekten durchaus von Interesse sein. Dabei ist bekannt, daß sich die Chinesen nicht über Begriffe streiten und ihre eigenen Vorstellungen von dem haben, was notwendig ist. Allerdings ist der Ansatz kritisch zu durchleuchten, wonach eine bloße Investition in den defizitären Staatssektor allein schon in die richtige Richtung weist. Nordkorea wird sich ebenfalls aufgrund des deutschen Vorbilds geläutert mit der weiteren Planung Zeit lassen. Es scheint, als wolle man den status quo erhalten und das Land über direkte Auslandsinvestitionen zunächst "geplant" auf ein höheres Niveau hin entwickeln. Wie die Ansätze auch sind. Ohne begleitende Maßnahmen werden alle Bemühungen scheitern oder aber Zeit kosten. Um bei etwaigen Anfragen chinesischer und deutscher Unternehmen oder Behörden sowie Ministerien hinsichtlich eines Beratungsbeitrages deutscher Fachleute rasch und kompetent reagieren zu können, wird am 13. Oktober 2000 im Berliner Rathaus eine erste Veranstaltung im Sinne eines brainstorming stattfinden, die dazu beitragen soll, Beratungsansätze zu definieren, die in dem Prozeß der Entflechtung der Staatswirtschaft von Bedeutung sein könnten. Dabei werden sich die Antworten auf die Frage der Beschäftigung, der Eingrenzung der Massenarbeitslosigkeit und der projektbezogenen Schaffung neuer Arbeitsplätze konzentrieren müssen. Angesprochen sind all diejenigen, die Erfahrungen bei der "Privatisierung" der Staatswirtschaft der DDR sammeln konnten und diese Erfahrungen nach kritischer Überprüfung weitergeben können und wollen. Die Sprecher führen in das Thema ein. Wir behalten uns vor, die Liste zu ergänzen. Gewünscht ist ein offener Dialog, der perspektivisch Antworten auf folgende Fragestellungen gibt:
Weitere Ansätze ergeben sich aus dem Arbeitsgegenstand. Eingeladen werden: Landes- und Bundeseinrichtungen, Unternehmen, Berater und Berufstitelträger, Wissenschaft und interessierte Öffentlichkeit. Auskünfte und ein Teilnahmeinteresse bitte per Fax 030-2185432 oder eMail an: Trempel@apforum.com bzw. Eberhard_Trempel@t-online.de Bitte teilen Sie uns Ihr Interesse an der Veranstaltung auf dem beiliegenden Rücklaufbogen mit. Please send us your eMail when you would like to attend the meeting. Siehe zum Thema: Besuch von Zhu Rongjie in Deutschland Zur Einführung: Privatisierung von Staatsbetrieben in China
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