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Feste und FeiertagE DER CHINESEN

China`s Völker haben eine Vielzahl an Festen zu bieten. Die nachfolgende Aufstellung von Eberhard Trempel gibt einen groben Überblick. 

China-Forum

TUI-Urlaubswelt

G.Money´s

1.1. (Sonnen-Kalender) Neujahr, ist in China ein arbeitsfreier Feiertag.

23. Tag des 12. Monats: Fest für den Küchengott Zao Wang Ye. Um den 23. Tag des 12. Monats (in Südchina am 24.) beginnen die traditionellen Vorbereitungen für das chinesische Frühlingsfest. Dabei hat der Küchengott in China eine sehr wichtige Bedeutung. Die Menschen verehren ihn fast als Mitglied der Familie. Diese Verehrung geht bereits auf die Zhou-Zeit zurück. Im Buch der Riten der Zhou heißt es, der Enkel des legendären Gelben Kaisers sei zu seinen Lebzeiten für das Feuer verantwortlich gewesen und nach seinem Tod von den Göttern zum Küchengott ernannt worden.

Unter den Han war man der Ansicht, der Gelbe Kaiser selbst habe den Menschen das Feuer gebracht und sei nach seinem Tod zum Gott der Küche geworden. Andere Quellen meinen, der Küchengott sei der ursprüngliche Überbringer des Feuers gewesen. Später haben ihn die Menschen als Schützer der Familie und des Herdes verehrt. Allen Sagen ist gemeinsam, daß dem Küchengott eine enge Beziehung zum Himmel und damit auch zur Sonne zugesprochen wurde. Mit dem Feuer war es den Menschen möglich, von der Sonne unabhängig zu werden. An den Lagerfeuern ließ es sich nun in jeder Landesgegend aushalten. Sein Gebrauch schützte zudem auch gegen wilde Tiere.

Es heißt, daß sich der Küchengott zur Zeit des 23. Tages im 12. Mond-Monat für ein bis zwei Tage auf den Weg in den Himmel macht, um dort den Göttern seinen jährlichen Bericht über das Verhalten eines jeden Haushaltes zu machen. Damit der Küchengott dabei nur Gutes zu berichten hat, wird das ganze Haus geputzt und in Ordnung gebracht. Ihm zu Ehren werden Opfergaben wie Reis, Wein, Obst, Gemüse usw., vor seinem Porträt in der Küche aufgebaut (früher hatte man überall einen kleinen Altar für den Küchengott). Damit der Küchengott nichts Schlechtes zu berichten vermag, hat man ihm auch den Mund mit Honig verkleistert. Während des ganzen Mondjahres wurde jeden 1. und 15. Tag des Monats mit Räucherstäbchen dem Küchengott gedacht. Dieser Brauch ist noch vereinzelt anzutreffen.

Sind am Festtag die Opfergaben aufgebaut, beginnt eine ohrenbetäubende Knallerei - wie übrigens alle Feste in China von einem Höllenlärm begleitet sind. So werden die bösen Geister vertrieben und die guten angelockt. Von der Ehrung des Küchengottes erwarten sich die Menschen ein gutes Jahr für ihren Haushalt.

Die Feiern zum Frühlingsfest ;(Vorabend, Chu Xi). Das eigentliche Neujahrs- oder Frühlingsfest in China findet am Tag des ersten Neumondes im neuen Jahr statt. Das genaue Datum richtet sich nach dem chinesischen Mondkalender. Das Haus wird bis zum Frühlingsfest in Ordnung gebracht. Man putzt und repariert, schmückt die Häuser, Geschäfte und öffentliche Parks, kauft neue Kleider und vor allem ausreichend Nahrungsmittel für die kommenden Festtage. Bereits Tage zuvor beginnen die Knallereien mit Feuerwerkskörper auf den Straßen; die Kinder üben überall, bis es endlich soweit ist.

Dem Vorabend des ersten Neumondes kommt eine große Bedeutung für das Frühlingsfest zu. Kaum ist die Dämmerung hereingebrochen, erhellen die Menschen ihre Häuser so strahlend wie möglich. Die bösen Geister sollen vertrieben werden und das Haus für das neue Jahr und das erwartete Glück gerüstet sein. Um die guten Geister als Teil der Familie in die Feiern miteinzubeziehen, werden die Drei Rituale vorgenommen.

Vor dem Familienaltar werden kleine Speisen als Opfergaben für die Ahnen ausgebreitet. Manchmal wird auch Salz ins Feuer gestreut; so soll den Ahnen Respekt erwiesen werden. Von ihnen erwarten sich Chinesen Schutz und Beistand. Die Jungen wünschen den Alten alles Gute und vollziehen in konservativen ländlichen Familien vor dem ältesten männlichen Familienmitglied den traditionellen Kotau als Zeichen der Verehrung und Anerkennung der Autorität. Dafür erhalten sie von ihren Eltern Geschenke, die diese im Trubel der vorfestlichen Zeit eingekauft haben. Symbolisch werden den Kindern auch kleine rote Umschläge (Hongbao; so werden in China auch Bestechungsgelder genannt) geschenkt, in denen mit rotem Papier umwickeltes Geld enthalten ist. Anschließend wird den Göttern der Erde und des Himmels geopfert; man bittet um ausreichenden Regen, gutes Wetter und eine reiche Ernte.

Vor einem Altar im größten Zimmer der Familie werden Opfergaben ausgebreitet. Sobald alles fertig ist, werden um Mitternacht auf dem Hof oder der Straße Feuerwerks- und Knallkörper abgebrannt. Dann folgt ein weiteres Ritual: Das männliche Oberhaupt der Familie nimmt mit beiden Händen einen Bund Räucherstäbchen und macht kniend drei Verbeugungen vor dem Altar, wobei er mit der Stirn den Boden berührt. Danach erhebt er sich und steckt die Stäbchen in einen dafür vorgesehenen Ständer. Nach dieser rituellen Handlung werden wieder Knallkörper gezündet. Zum Abschluß opfert die Familie dem Gott des Reichtums, dessen Bild in der Küche hängt. Er soll den Reichtum der Menschen mehren, sowie Armut und Seuchen fernhalten. Um Mitternacht zieht sich jedermann um. Das neue Jahr soll mit neuen Kleidern begangen werden.

Chun Jie (Jie = Festtag) - das Frühlingsfest            Das chinesische Frühlingsfest ist nichts anderes als das historische Neujahr (Chu Yi, erster Tag des neuen Jahres) des Mondkalenders. Als 1911 der Gregorianische Kalender nach der bürgerlichen Revolution in China eingeführt wurde, verschob die Regierung auch die Zeitrechnung auf den international üblichen 1.Januar als Jahresanfang. Traditionell war bis dahin wie in allen Ländern, die ihre Zeit nach dem Mondkalender bestimmten, im Frühling der Jahresanfang gewesen (bei den Römern z.B. lag der Jahresanfang bis 46v.Chr. auf dem 1. März).

Offiziell haben die Chinesen zu diesem bedeutendsten aller Feste drei Tage arbeitsfrei. Auf dem Land haben die Menschen etwas mehr Zeit, denn dort wird der Arbeitsrhytmus von den Erfordernissen der Landwirtschaft bestimmt. Das Haus wird in wochenlanger Putzaktion in den besten Zustand versetzt, denn man erwartet zu diesem Familienfest schließlich den Besuch der gesamten weitgereisten Verwandtschaft. Ganz China befindet sich zu dieser Zeit im Zustand einer mittleren Völkerwanderung. Hotels und öffentliche Verkehrsmittel sind seit Wochen ausgebucht und hoffnungslos überfüllt. Es wurde auf Vorrat eingekauft, da fast alle Läden während der Feiertage geschlossen sind. Das gesamte Leben spielt sich in der Familie ab. Während der ganzen Zeit wird besonders gut gegessen. In den öffentlichen Parks finden Opern- und Theateraufführungen statt. Junge Menschen veranstalten wieder die traditionellen Löwen- und Drachentänze, sogar die alten Stelzentänze sieht man ab und an wieder - Dinge, die während der Kulturrevolution verboten waren.

Die Menschen legen Wert darauf, das Jahr ganz neu zu beginnen. Nicht nur neue Kleider sind dafür geeignet; man möchte auch alle alten Schulden bezahlt und alten Feindschaften begraben haben. Allenthalben wünscht man sich gegenseitig Gongxi fa cai, was soviel heißt wie 'Alles Gute zum Neuen Jahr, und werde reich'.

In einigen Städten werden aus Anlaß des Festes Blumenmärkte veranstaltet. Dies geht auf eine Tradition aus der Ming-Zeit zurück. Am schönsten ist der Blumenmarkt in Guangzhou (Kulturpark). Orangenbäumchen, Pfirsich- und Pflaumenblüten, Chrysanthemen und gelbe Narzissen zusammen mit Früchten, Laternen und Süßigkeiten aller Art sollen dazu beitragen, allgemeine Freundlichkeit aufkommen zu lassen. Die chinesische Küche des Nordens empfiehlt während des Festes Mantou, die allseits beliebten Dampfbrötchen, oder Jiaozi (chin. Maultaschen).

15. Tag des 1. Mondes: Yuanxiao Jie -  Laternenfest. 15 Tage nach Beginn des neuen Jahres feiert China das Lampionfest. Es bildet den eigentlichen Abschluß der Neujahrsfeierlichkeiten. Da es nicht zu den staatsoffiziellen Feiertagen gehört, bleiben die Feiern der Privatinitiative überlassen. Auf dem Lande sind in dieser Hinsicht mehr Aktivitäten festzustellen als in den Städten, aber in letzter Zeit finden immer mehr Städter zu den alten Kultformen zurück. Es ist Sitte, in allen öffentlichen Gebäuden, Restaurants und Straßen Laternen in den regionalen Stilen aufzuhängen. In Parks gibt es Laternen-Ausstellungen. Der Sage nach soll das Fest eine Ehrung des Gottes des Polarsternes Tai Yi sein. Es fällt in die Zeit, in der die erste Frühlingssonne die Kälte des Winters vertreibt. Man bittet um Regen und eine gute Aussaat.

8. März: Tag der Frau (Funü Jie). Während dieser Internationale Tag der Frau bei uns weitgehend unbekannt sein dürfte, wird er in China zumindest propagandistisch ausgeschlachtet. Gleiches galt bisher auch für die sozialistischen Staaten Osteuropas.

5. Tag des 4. Monats: Qingming-Fest. An diesem Tag wurde traditionell das Fest zu Ehren der Toten, Qingming, gefeiert. Wenngleich sich andere Feste trotz der letzten 30 Jahre im Brauchtum der Chinesen (vor allem auf dem Lande) gehalten haben, ist dies beim Totenfest doch etwas anders. Das Fest des 'reinen Glanzes', ist nämlich an das Vorhandensein von Gräbern gebunden.

Die Menschen zogen früher - auf dem Lande noch heute - an diesem Tag mit Sack und Pack zu den Gräbern ihrer Ahnen auf die Hügel vor ihren Dörfern oder Städten und brachten diesen nach dem langen Winter Opfergaben dar (s. Ahnenkult). Dazu wurde das Grab in Ordnung gebracht und schön herausgeputzt. Anschließend hielt man ein Picknick. So soll zum Ausdruck gebracht werden, daß die Toten auch weiterhin Mitglieder der Familie sind.

Dieses Zeremoniell stößt seit 1949 auf größere Schwierigkeiten, denn seither werden nach dem Willen der Staatsführung in China die Toten verbrannt, um nicht den ohnehin knappen bebaubaren Boden durch Gräber weiter zu vermindern. Die Urne mit der Asche wird der Familie übergeben. Diese behält die Urnen entweder im Haus oder verstreut die Asche auf den Feldern. Friedhöfe, wie sie außerhalb Chinas existieren, sind äußerst selten. In diesem Fall steht einer Familienfeier nichts entgegen. In den Gegenden, die ihren Mitbürgern keine Friedhöfe bieten können, finden sich zur Zeit des Festes manchmal Papierkränze auf einem Feld. Dann weiß man, daß hier ein Vorfahre 'verstreut' worden ist. In jüngster Zeit sind jedoch wieder mehr Gräber auf Feldern oder zumindest am Feldrand zu sehen. Wer sich zum Datum des Qingming Festes gerade in HongKong befindet, sollte einen Blick auf die Friedhofsanlagen auf der Insel HongKong nicht versäumen, um die Feiern an den Gräbern beobachten zu können.

1. Mai: Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse (Laodong Jie) Anders als das kommunistischer Osteuropa wurden in China keine Kampfdemonstrationen veranstaltet. Dennoch hält man in der chinesischen Führung an den „Traditionen“ fest. Die Menschen besuchen indes lieber Musikveranstaltungen oder nutzen ihren arbeitsfreien Tag für einen Besuch in einem der vielen öffentlichen Parks. Ein gutes Essen ist der Höhepunkt des Tages.

15. Tag im 4. Monat: Geburtstag Buddhas. Nach dem Mondkalender bestimmt sich das Geburtstagsfest Buddhas, das vorwiegend in den noch existierenden buddhistischen Klöstern und Tempeln, z.B. im ShaolinKloster bei Zhengzhou, gefeiert wird. Besonders auf dem Land pilgern die Menschen in die Tempel und essen an diesem Tag kein Fleisch.

Hierbei darf auch nicht unerwähnt bleiben, daß über das ganze Jahr verteilt und regional verschieden immer mal wieder Feiern zu Ehren oder zum Geburtstag regionaler Schutzgötter, diverser Boddhisatthwas oder Tempelheiliger stattfinden, die gerade auf dem Lande Pilgerscharen anziehen. Die Wahrscheinlichkeit, derartige Festlichkeiten mitzuerleben, ist also gar nicht so gering.

5. Tag im 5. Monat: Duanwu Jie - Drachenbootfest. Das während der Kulturrevolution verbotene Drachenbootfest rückt erst langsam wieder ins öffentliche Leben zurück und wird vor allem von den nationalen Minderheiten im Süden gefeiert. Es ist in der VR China kein offizieller Feiertag wie etwa in Hong Kong. Seine Ursprünge hat es in der Verehrung der Flußgötter. So findet das Fest auch zu einer Zeit statt, wo dem Lande immer wieder die traditionellen Sommerfluten drohen. Gleichzeitig wird an den Dichter und Staatsmann Qu Yuan erinnert. Traditionell werden an diesem Tag in Südchina sog. Zongzi verzehrt. Das sind in Bambusblätter eingewickelte und gedämpfte Küchlein aus Klebreis mit süßer oder Fleischfüllung.

1. Juli: Gründungstag der KP Chinas

1. August: Gründungstag der Volksbefreiungsarmee (VBA)

15. Tag des 7. Monats: Yulan Jie - Fest der hungrigen Seelen. Beachtung findet dieses Fest vorwiegend auf dem Lande.

15. Tag des 8. Monats: Zhongqiu Jie - Mondfest. Neben dem Frühlingsfest ist das Mondfest oder auch Mittherbst-Fest eines der wichtigsten chinesischen Feste. In der Regel findet es im September statt. An den Vorbereitung kann man den nahenden Termin feststellen. Allerorts haben die Mondkuchenbäcker Hochkonjunktur. Die China Daily veröffentlicht vermehrt Artikel, die sich mit der Geschichte des Festes und vor allem der .i.Mondkuchen ;beschäftigen. Seit dem 14. Jahrhundert ißt man zum Fest diese berühmten Yuebing, die natürlich am besten schmecken, wenn man sie selbst gemacht hat. Die Füllungen bestehen aus Datteln, Sesam, Lotuskernen oder Walnüssen. Besonders in Yunnan sind auch Füllungen mit Schinken oder Wurst beliebt Manchmal ist auch ein Entenei dabei. Sie schmecken süß.

Der Mondkuchenbrauch erinnert an eine chinesische Revolte gegen die Herrschaft der Mongolen. Mittels in den Kuchen versteckter Nachrichten hielten die Aufständischen Kontakt miteinander. Das Zeichen zum Aufstand hatte man in die Kuchen eingebacken und so unter die Menschen gebracht. Zur damaligen Zeit war es den Chinesen bei hoher Strafe verboten, sich frei zu versammeln oder nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße zu gehen.

Die wahren Ursprünge des Mondfestes reichen bis in die Frühzeit der Menschheit zurück. Zur Zeit des Festes hat der Mond seine geringste Entfernung von der Erde erreicht. Er scheint besonders voll und hell, denn er wird in dieser Position in einem besonders günstigen Winkel von der Sonne angestrahlt. Dieser Glanz übte auf die Menschen in der Vergangenheit eine besondere Anziehungskraft aus. Unter den Han wurde der Anblick des Mondes drei Tage lang gefeiert. Nächtelang saßen die Menschen vor ihren Häusern und blickten einfach in den Himmel. Und auch heute noch ist das Fest ein willkommener Anlaß, sich im Kreis der engsten Angehörigen zu versammeln und bei schönem Wetter ein abendliches Picknick zu veranstalten, mindestens aber einen Spaziergang in einem Park zu machen und sich in der Betrachtung des Vollmonds zu ergehen. Es ist ein sehr unspektakuläres und ruhiges Familienfest.

Man sah im Mond einen Gott. Lange bevor sich Gelehrte mit dem Umlauf der Sonne beschäftigten, diente der Mond als Orientierungspunkt und Zeitmaß: Aussaat, Jagd und Ernte wurden durch ihn bestimmt. Dem Herbst - übrigens kannten die Han nur Herbst und Frühling als Jahreszeiten - wurden die Mondmonate 7, 8 und 9 zugeordnet. Das Mondfest fiel genau in die Mitte des Herbstes sowie in die Mitte eines Mondmonates, wo Vollmond ist. Auf der Erde ist dies die Zeit, wo die Hitze des Sommers der Kühle des Herbstes gewichen ist. Die Sommerernte ist bereits eingebracht und die Menschen erwarten die Ernte des Herbstes.

Nach daoistischer und auch buddhistischer Sage verehrt man zu dieser Zeit den .i.Jadehasen;, der vor einem Hund auf den Mond geflüchtet ist, weil dieser ihm die Pille der Unsterblichkeit abjagen wollte. Nun sitzt er da unter seinem Cassia-Baum und dreht seit Jahrtausenden die Pille der Unsterblichkeit. Eine andere Sage erzählt von Chang'e, der Frau des Wu Gang, die die ihrem Mann geschenkte Pille der Unsterblichkeit aß und dadurch Schwerelosigkeit erlangte. Daraufhin wurde sie ins All abgetrieben, prallte auf die Mondoberfläche und spuckte dabei die Pille wieder aus. Die Pille verwandelte sich daraufhin in einen Jadehasen und sie selbst in eine dreibeinige Kröte.

Mitte September: Konfuzius' Geburtstag. Dieser wird in der VR China jeweils am 27.Tag des 8. Monats begangen. In Qufu und anderen Orten, die mit der Person des großen Meisters verbunden sind, finden an diesem Tage Gedenkzeremonien statt. Die Tempel werden geputzt und für ein Zeremoniell hergerichtet.

1. Oktober: Guoqing Jie - Nationalfeiertag. Am 1. Oktober 1949 rief Mao Zedong auf dem Balkon des Tors des Himmlischen Friedens (Tianan Men) in Beijing die Volksrepublik China aus. Anläßlich dieses Ereignisses erhalten die Menschen zwei Tage arbeitsfrei. Mit öffentlichen Umzügen und Veranstaltungen auf den Plätzen und Straßen der Städte wird das Ereignis gefeiert.

1. Tag des 10. Monats: Shao Yi Jie  oder Song Hanyi Jie. Das Song Hanyi-Fest bildet den Abschluß der jährlichen Ahnenfeste des Mondkalenders. Während beim QingmingFest den Ahnen nach dem Winter gedacht wird, wird nun dasselbe vor dem beginnenden Winter getan. Das Fest dient dem Versenden von Winterkleidung an die Ahnen, wobei der Transport zum Himmel durch Verbrennen symbolischer Papierkleidung geschieht.

Hinweis: Wer in China ein Fest miterleben möchte, sollte sich rechtzeitig ein Einreisevisum, ein Zimmer in einem Hotel mit geöffnetem Restaurant, eine Bahnfahrkarte sichern. Insbesondere an den wichtigsten Festtagen Frühlingsfest und Nationalfeiertag ist ganz China in Bewegung. Oftmals bietet sich hier für die Familien die einzige Gelegenheit im Jahr, einander zu besuchen. Die auswärts wohnenden Familienmitglieder kehren dann zu ihren Geburtsorten und Familien zurück und es herrscht ein allgemeines Verkehrs- und Unterbringungschaos. Fast alles ist ausgebucht und geschlossen. Größere Städte sollten ohne feste Buchung gemieden werden.

Während sich die Staatsfeste nach unserem Gregorianischen Kalender richten, bestimmen sich nämlich die traditionellen Feste in China nach dem 4.000-jährigen Mondkalender. Aufgrund dieser Tatsache können sich bei den einzelnen Festen Terminschwankungen von über 29 Tagen ergeben. Die Daten selbst sind nach dem Mondkalender genau nach Tagen festgelegt, z. B. findet das Frühlingsfest jedes Jahr am ersten Tag des ersten Neumondes statt. Dies alles hört sich sehr kompliziert an, klärt sich jedoch auf, wenn man weiß, wie der Kalender funktioniert.

Die Feier des kleinen privaten Glücks. Herausragendes Ereignis im Leben eines jeden Chinesen ist seine Hochzeit. Es wird gefeiert, was das Zeug hält und nicht selten sind das Brautpaar selbst und die Eltern des Brautpaares den Rest des Lebens damit beschäftigt, die Schulden abzuzahlen, die für Essen und Mitgift entstanden sind. Es heißt: Nur eine teure Hochzeit bürgt für eine glückliche Ehe.

Die Partei propagiert zwar die schlichte und preiswerte Massenhochzeit, doch das ist es ja nicht, was sich der einzelne Chinese fürs Leben wünscht. Noch liegen keine Statistiken vor, die Scheidungen nach der Art der Eheschließung untersuchen. Mehr und mehr treten materielle Güter bei der Eheschließung in den Vordergrund. TV, Wasch- und Nähmaschine, Stereoanlage und Mobiliar ('49 Beine' der Möbel, die der Mann mit in die Ehe einbringen sollte) sind die obligatorischen Brautgeschenke. Auf dem Lande ist es üblich, das ganze Dorf einzuladen. Hier ist es z.T. noch oder wieder Sitte, Brautpreise zu zahlen. Brautwerber treten in Erscheinung, die die passenden Partner - natürlich standesgemäß - füreinander auswählen sollen. Jedoch spielt sich nicht jede Eheanbahnung so ab. Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land ist die Liebesheirat in Mode gekommen. Die Meinung der Eltern ist zwar nach wie vor gefragt, jedoch nicht mehr ausschließlich entscheidend.

FESTE DER ETHNISCHEN MINDERHEITEN

Wenn man den unterschiedlichen Festen der Han-Chinesen seine Aufmerksamkeit widmet, darf man dabei nicht vergessen, daß China zwar von einer erdrückenden Mehrheit von Han bewohnt wird, daneben aber auch Heimat von weiteren mehr als 50 kleineren Völkern ist. Gerade diese ethnischen Minderheiten verfügen oft über eine sehr lebendige Tradition mit einer Vielzahl von Festen, Ritualen und Feiertagen aus unterschiedlichen Anlässen. Obwohl es sich in jedem Einzelfall lohnt, ein Fest der kleineren Völker Chinas zu besuchen, um einen Eindruck von der kulturellen Vielfalt und Manigfaltigkeit dieses riesigen Landes zu bekommen, steht einem solchen Unterfangen oft entgegen, daß die Minoritäten heute oft in sehr abgelegenen und schwer zugänglichen Regionen leben und die Daten für die Feste nach dem Mondkalender bestimmt werden, der wie oben beschrieben vom Gregorianischen Kalender doch erheblich abweicht. Ohne spezielle Kenntnisse kommt der Reisende in der Regel nur durch Zufall zur richtigen Zeit in den richtigen Ort. An dieser Stelle soll dem Rechnung getragen werden, indem wir einige der Feste verschiedener Ethnien beschreiben und Informationen geben, die es auch dem Reisenden ohne spezielle Vorkenntnisse erlauben, das ein oder andere dieser Feste mitzuerleben. Bei der Auswahl müssen wir uns darauf beschränken, einen Überblick über die wichtigsten Feste von über 20 Minderheiten Chinas zu geben. Nicht in jedem Fall wird der interessierte Leser die beschriebenen Aktivitäten auch selbst miterleben können, da der Prozeß der Assimilation auch in China stetig voranschreitet und so oft nur noch in abgelegenen Dörfern die Traditionen wirklich gepflegt werden. Prinzipiell sind aber die beschriebenen Abläufe für die jeweiligen Feste konstituierend. Es folgt eine Aufstellung der wichtigsten Feste einiger Minderheiten, die in Regionen leben, die auch von Reisenden ohne große Mühe oder besondere Informationen und Sprachkenntnisse besucht werden können. Die unterstehende Reihenfolge ergibt sich aus dem Datum, zu dem das jeweilige Fest nach dem Gregorianischen Kalender stattfindet. Es finden sich (in dieser Reihenfolge) Angaben zum NAMEN des Festes, das VOLK, welches das Fest begeht, die REGION, wo man feiert, die AKTIVITÄTEN im Verlauf der Feierlichkeiten, sowie das DATUM für das jeweilige Fest bis zum Ende des ersten Halbjahres 1994.

Neujahrsfest (Te Mao Qie)

Jinuo-Nationalität

Jinuo Shan (Xishuangbanna , Yunnan)

Im Mittelpunkt des Festes steht die gemeinsame Anrufung der Götter durch die ganze Dorfgemeinschaft. Eine Familie leitet dabei die Zeremonie des RINDEROPFERS. Die getöteten Rinder werden gehäutet, das Fleisch wird an die Dorfgemeinschaft verteilt, und Schädelknochen mit Hörnern werden an wichtigen Punkten des Dorfes aufgehängt. Auch dem rituellen Schmieden neuen Ackergeräts kommt große Bedeutung bei, wird doch das Fest auch Schmiedefest genannt und eröffnet die neue landwirtschaftliche Saison. Die Feierlichkeiten werden begleitet von Zwiegesängen, Musik (Trommeln) und LUSHENG-TÄNZEN (die Lusheng ist ein Blasinstrument aus Bambus, das nach dem Prinzip von Orgelpfeifen funktioniert).

Neujahrsfest (Da Nian)

Pumi

Lijiang, Lugu Hu und Umgebung (Yunnan)

Im Zentrum des Festes steht wie auch bei den Han die AHNENVEREHRUNG, in Form einfacher Zeremonien und Speiseopfern. Daneben ist der Jahresbeginn aber auch Zeitpunkt traditioneller INITIATIONSRITEN, mit denen die jugendlichen eines bestimmten Alters in die Welt der Erwachsenen aufgenommen werden. Die begleitenden Aktivitäten reichen von Pferderennen über Ringkämpfe und Hochsprung bis zu Bogenschießen. Das Fest dauert je nach Ort zwischen 3 und 15 Tagen.

Neujahrsfest (Guo Gan Nian)

Tujia

Nordwest-Hunan, West-Hubei

In den Legenden der Tujia heißt es, das Neujahrsfest sei einst zeitgleich mit dem der Han-Chinesen gefeiert worden. Wenige Tage vor dem Fest sei allerdings vor langer Zeit einmal das Gebiet der Tujia von Feinden bedroht gewesen. Um nun nicht die vorbereiteten Nahrungsmittel im Falle einer Niederlage den Feinden in die Hände fallen zu lassen, habe man das Fest einfach vorverlegt. Nach erfolgreicher Schlacht hatte man allerdings einen Grund zum Feiern und setzte so das Neujahrsfest am nächsten Tag fort. Das Festessen besteht seit dieser Zeit allerdings aus den aufgewärmten Speisen des Vortages. Bis heute darf am ersten Festtag beim Essen nicht gesprochen oder gelacht werden.

Neben der Ahnenverehrung steht im Mittelpunkt der Zeremonien ein vom Abbrennen von Knallkörpern begleiteter KRIEGSTANZ mit stilisierter Rüstung und Schwert vor dem Dorftempel zu Ehren der acht Ursippen der Tujia, der an die Schlacht erinnern soll. Daneben werden Märkte abgehalten, Theaterstücke aufgeführt; es wird getanzt und gesungen.

Datum zwei Tage vor dem Frühlingsfest der Han-Chinesen (Datum s. dort)

Fest der Frösche (Qingwa Jie)

Zhuang

Ost-Guangxi

In den Mythen der Zhuang heißt es, vor langer Zeit sei es üblich gewesen, die Alten eines Dorfes zu verspeisen. Einmal gelang es jedoch einem jungen Mann, seine alte Mutter bis zu ihrem natürlichen Tod zu pflegen und zu begraben. Aus Pietät und aus Angst vor der Zerstörung dieses ersten Grabes der Zhuang durch seine erbosten Nachbarn hielt er lange Totenwache. Die Ruhe wurde nur gestört vom unablässigen Quaken der Frösche. So erschlug er schließlich alle dieser Quälgeister, deren er habhaft werden konnte. Als nun das Land von einer schweren Dürre heimgesucht wurde, befragte man die Götter über den Grund dafür. Nun erst erfuhren die Menschen, daß die Frösche die Töchter des Regengottes waren. Ihr Quaken war für den Regengott das Signal, daß er Regen schicken solle. Der junge Mann leistete Abbitte, und der Regengott ließ seine Töchter wieder zurückkehren.

Jedes Jahr wird dieses Fest nun als Dank an den Regengott für die Rückkehr der Frösche ausgerichtet. Am frühen Morgen schon zieht das ganze Dorf aus, um in den Feldern Frösche zu fangen. Diese werden eingesperrt in einem Bambusbehälter in einen Pavillon im Zentrum des Dorfes gebracht und dort aufbewahrt. Oft über mehrere Wochen halten die Jugendlichen des Dorfes nun abends Totenwache für die Frösche im Pavillon. Die Gesänge werden dabei häufig vom Schlagen der Bronzetrommel begleitet. Am Tage ziehen die Kinder mit dem Behälter mit den Froschkadavern singend von Haus zu Haus und fordern so Geschenke ein.

An einem glückverheißenden Tag nach meheren Wochen wird der Behälter mit den Froschleichen geöffnet. Aus der Farbe der Kadaver erkennt der kundige Zauberer nun, was das Schicksal im nächsten Jahr für das Dorf bereithält. Sind die Vorzeichen negativ, so schließt sich eine Bet- und Opferzeremonie an.

NEUJAHRSFEST (Bai Jie)

Mongolen

Innere Mongolei, Xinjiang, Qinghai, Nordostprovinzen

Auch bei den Mongolen steht am Tage des Neujahrsfestes die AHNENVEREHRUNG im Mittelpunkt. Wie die Han bekleben sie Türen und Fenster mit Papierstreifen, die mit den Wünschen für das neue Jahr auf Mongolisch beschrieben sind. Die Familien ziehen zu den anderen Verwandten und tauschen Glückwünsche aus. Gemeinsam wird dann der Tempel besucht, wo in Gottesdiensten um Glück für das folgende Jahr gebetet wird. Es werden traditionelle TÄNZE aufgeführt und PFERDERENNEN veranstaltet.

Bangbang Hui

Naxi

Lijiang und Umgebung (Yunnan)

Dieses Frühjahrs-Fest der Naxi ist ein traditioneller MARKTTAG, der seit Jahrhunderten zum Austausch von landwirtschaftlichen Geräten und Pferdehandel zwischen den einzelnen ethnischen Minderheiten der Region abgehalten wird. TANZ und GESANG gehören natürlich auch hier zum Rahmenprogramm.

Frühlingsregen

Kirgisen

Xinjiang

Die Kirgisen begrüßen mit diesem Fest das Kommen des Frühlings. Die Familien beten gemeinsam für einen glücklichen Verlauf des neuen Jahres. Gemeinsam reitet man aus zum Festplatz, wo am Tage die unterschiedlichsten REITERWETTKÄMPFE ausgetragen werden; Pferderennen und Akrobatik zu Pferde sind die beliebtesten Veranstaltungen. Die Männer verschiedener Sippen treten zum Tauziehen an oder üben sich im Ringkampf. Begleitet von Gesang und Tanz wird am Abend ein Freudenfeuer aus dem Holz von Kiefern und Zypressen entzündet (siehe Symbole).

Salahadman

Uiguren

Kashgar und Umgebung (Xinjiang)

Dieses traditionelle Fest der Uiguren kann man entsprechend seinem familiären Charakter als Gegenstück zu unserem Weihnachtsfest oder zum Frühlingsfest der Han-Chinesen bezeichnen. Die Angehörigen der Großfamilie und weitere Freunde kommen zusammen, beten gemeinsam zu Allah und verspeisen dann festlich den frisch geschlachteten Hammel.

Datum wechselnd: meist Frühlingsanfang

Grosses Putzen

Tadschiken

Tashkurgan und Umgebung (Xinjiang)

An diesem Festtag wird natürlich nicht nur der Neujahrsputz erledigt. Im Mittelpunkt stehen vielmehr gegenseitige Besuche von Freunden und Verwandten. Neben Tänzen und Ringkämpfen sind aber die Reiterwettkämpfe die große Attraktion des Tages. Besonders die POLO-TURNIERE verdienen Aufmerksamkeit.

Datum wechselnd, meist im April.

Neujahrsfest (Qilao Nian)

Qilao

Umgebung von Renhuai (Guizhou)
Auch bei den Qilao nimmt die Ahnenverehrung am Neujahrstag eine hervorragende Stellung ein. Man geht aber auch in die Berge, um dort die Berggeister anzubeten. An diesem Tag wird rituell auch ein neuer Abschnitt des landwirtschaftlichen Jahres eröffnet: die Reis-Setzlinge werden von den "Frühbeeten" auf die Felder umgesetzt. Jetzt beginnt die arbeitsreiche Zeit der Bauern. Den ganzen Tag über finden LUSHENG-TÄNZE und Zwiegesänge statt, die vom Abbrennen von Knallkörpern begleitet und unterbrochen werden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die traditionellen BALLSPIELE.
Datum wechselnd, meist April.

Fest des 3.3.

Buyi, Dong, Miao, Qilao, Yao, Zhuang

Guangxi, Guizhou und sonstige Gebiete gen. Ethnien

Die Völker, die dieses Fest am gleichen Tage begehen, verfügen über eine hochentwickelte Gesangskultur. Deshalb erklingen den ganzen Tag über Gesänge und Zwiegesänge, die oft ganz spontan beginnen. Man hält am Festtag einen Markt ab und begrüßt in festlichem Zeremoniell alle Gäste, wobei der selbstgebraute Schnaps nicht fehlen darf (es ist ein Affront, nicht wenigstens am Glas zu nippen). In vielen Dörfern findet sich die ganze Einwohnerschaft zu einem gemeinsamen, großen Festessen zusammen.

Ein ganz besonderes Ritual wird verschiedentlich noch an diesem Tag in den Dörfern der Buyi ausgeführt: Dämonen werden aus dem Dorf gefegt. Zunächst wird aus Papier ein kleines Boot oder eine Brücke gebaut. Der Dorfeingang wird durch zwei große Pfosten markiert, deren Spitzen mit einer Schnur verbunden werden; dort hängt ein Holzmesser herab. Von hier aus nimmt eine Prozession unter Führung eines Schamanen ihren Ausgang, die zu jedem Haus des Dorfes führt. Tanzend treibt der Schamane mit Hilfe von Schwert und Glöckchen die bösen Geister aus jedem Winkel des Dorfes. Ist dies geschehen, zieht die ganze Dorfgemeinschaft durch das symbolische Tor zum Ufer des nächsten Flusses, wo zunächst ein zu diesem Zweck auf der gesamten Prozession mitgeführter Hund getötet wird. Anschließend wird das Papiermodell verbrannt und dem Fluß übergeben. Den bösen Geistern ist so der Rückweg ins Dorf abgeschnitten. Den krönenden Abschluß bildet ein großes Picknick am Fluß.

Datum, erste April-Hälfte.

Strasse des Dritten Mondes (San Yue Jie)

Bai

Dali und Umgebung (Yunnan)

Seit mehr als 1.000 Jahren wird in Dali ein riesiger Markt veranstaltet, der alle Völker aus der weiteren Umgebung anzieht und besonders ein Zentrum des Handels mit diversen meist aus Tibet stammenden Zutaten der chinesischen Pharmazie war und ist. er Ursprung des Festes liegt in der Verehrung der buddhistischen Göttin der Barmherzigkeit GUANYIN durch die Bai. Der Markt mit seiner Vielzahl von Angehörigen verschiedener Ethnien ist an sich schon eine große Attraktion. Daneben finden Pferderennen, Wettkämpfe im Bogenschießen und Drachen- und Löwentänze statt, werden Gesangs- und Tanzwettbewerbe zwischen einzelnen Minoritätengruppen ausgetragen. (siehe auch Dali im Städteteil)

Datum wechselnd, meist zweite April-Hälfte.

Wasserfest (Po Shui Jie)

Dai u. a.

Xishuangbanna (Süd-Yunnan)

Traditionell zog sich dieses NEUJAHRSFEST der Dai über mehrere Wochen hin; heute sind die Aktivitäten von der Han-chinesischen Verwaltung zumindest in Jinghong kanalisiert und auf drei Tage begrenzt. In den Dörfern der Dai ist das Treiben jedoch noch ausgelassener. Ist das Fest in einem Dorf beeendet, so beginnt es im Nachbardorf und wird so wochenlang mit wechselnden Orten fortgesetzt. Am ersten Tag (letzter Tag des alten Jahres) werden DRACHENBOOTRENNEN veranstaltet und Feuerwerke abgebrannt. Der zweite Tag ist vom religiösen Zeremoniell der Waschung der Buddhafiguren in den Tempeln bestimmt. Das gegenseitige Naßspritzen an diesem Tag zwischen den Jahren soll Glück verheißen und die Sünden des letzten Jahres wegwaschen. Der dritte Festtag wird oft im Kreis der Familie verbracht.

Besondere Aufmerksamkeit verdient auch der Brauch der jungen Mädchen, im Rahmen von Tänzen und Gesängen einen sog. Blumenbeutel ihrem Auserwählten zuzuwerfen, der, wenn er den Beutel fängt, damit das Recht auf ein Rendevous am Abend erwirbt. (siehe auch Xishuangbanna im Städteteil)

Datum in der Zeit des Qingming Festes der Han; drei Tage (siehe Städteteil)

Fest des Rinderkönigs (Niuwang Jie)

Buyi, Zhuang

Guangxi, Guizhou

Mehrere Völker Südchinas begehen diesen Festtag. Die Dorfgemeinschaft steigt in die Berge, wo dem mythischen Helden Yanu gedacht wird und Wettsingen veranstaltet werden. Im Mittelpunkt steht an diesem Tage aber die Verehrung des wichtigsten Arbeitstiers der Reisbauern: Mit einer rituellen Waschung bedankt sich der Mensch beim Wasserbüffel für seine Treue und seine Arbeit. Ein Festessen des ganzen Dorfes, bei dem Klebreis nicht fehlen darf, beschließt den Festtag.

Datum wechselnd, meist im Mai.

Rao San Ling

Bai

Dali und Umgebung (Yunnan)

Der Name dieses religiösen Festes besagt in der Sprache der Bai, daß es sich um eine Prozession zu drei Orten handelt. Die Bevölkerung des ganzen Dorfes oder mehrerer Dörfer trifft sich zur farbenprächtigen Prozession, die schließlich vor dem Haupttempel endet. Dort wird um eine gute Ernte gebetet. Den Rahmen für das religiöse Zeremoniell bieten Tänze und Gesänge. Das Fest findet im Mai statt.

Fest des Erdkönigs (Tuwang Jie)

Dong

Sanjiang, Chenyang und Umgebung (Guangxi)

Dieses große Freudenfest begehen die Einwohner meherer Dörfer gemeinsam. Ganze Dorfgemeinschaften treten gegeneinander zum großen SÄNGERWETTSTREIT an. Andere Aktivitäten sind Stierkämpfe (Stier gegen Stier) und Wettkämpfe im Armdrücken. Die Jungen und Mädchen im heiratsfähigen Alter üben sich in Zwiegesängen. berhaupt dient dieses Fest traditionell dazu, einen Ehepartner zu finden, wobei die besten Sänger die größten Chancen haben. Natürlich reden auch die Eltern bei der Partnerwahl ein Wörtchen mit. Das Fest findet im Mai, Anfang Juni statt.

Neujahrsfest (Liu Yue Nian)

Hani

Süd-Yunnan

Das Neujahrsfest der Hani hat religiösen und kultischen Charakter. Unter Führung des Dorfpriesters werden Tieropfer vorgenommen, die der Speisung der Ahnen und der Geister dienen sollen. Im Anschluß widmen sich alle Familien der Ahnenverehrung vor dem eigenen Ahnenaltar. Dabei werden den Ahnen u. a. Speisen aus dem Reis der neuen Ernte dargebracht.

In einer von Tänzen und epischen Gesängen begleiteten Zeremonie wird die Zeremonialschaukel des Vorjahres, die sich an einem Abhang am Dorfrand befindet, durch eine neue ersetzt. Die SCHAUKELZEREMONIE, die vom Dorfpriester eröffnet wird, ist religiöses Ritual und Spaß für alle Angehörigen des Dorfes zugleich. An einem Seil, das von meheren an der Spitze verbundenen Pfählen über dem Abhang herabhängt, schwingen Männer und Frauen in waghalsigen Schwüngen über den Berghang und beweisen so auch ihre Tapferkeit. Dieses Treiben wird bis in die Nacht hinein fortgesetzt; das Fest findet seinen Abschluß in einem Fackelumzug, womit alle bösen Geister aus dem Dorf vertrieben werden sollen. Das Fest findet im August statt.

Fackelfest (Huoba Jie)

Yi, Bai, Hani, Naxi u. a.

Siedlungsgebiet der Yi und Bai in Yunnan, Sichuan: Dali, Lijiang, Lunan, Xichang

Das Fackelfest ist das wichtigste Fest der Yi und wird auch von anderen Ethnien im Siedlungsgebiet der Yi begangen. Seine hervorragende Bedeutung erhielt das Fest früher angesichts der dünnen Besiedlung als der Ort des Zusammenkommens zum Austausch von Waren und Neuigkeiten, zur Pflege des Zusammenhalts der einzelnen Klans. Auch heute bei verbesserter Infrastruktur und ganzjährigem Warenaustausch hat das Fest seine Bedeutung als wichtigstes Fest dieses Volkes nicht verloren. An mehreren Orten versammeln sich ganze Dörfer des Großraums und veranstalten riesige Festessen, die von Gesängen und Tänzen begleitet und von Stier- und Ringkämpfen unterbrochen werden. Den Höhepunkt bildet aber am Abend der festliche Fackelzug von tausenden von Menschen in den schönsten Trachten ihrer Klans. Krönender Abschluß ist das Entzünden eines riesigen Freudenfeuers auf einem Bergrücken. Das Fest findet meist im August statt.

Fest der alten Menschen (Lao Ren Jie)

Koreaner

Heilongjiang, Jilin, Liaoning

In erster Linie ist dieses Fest der koreanischen Minderheit in China ein Familienfest, das auf der konfuzianischen Ethik beruht. Jeder Einwohner eines Dorfes, der das sechzigste Lebensjahr vollendet hat, wird an diesem Tage mit einer roten Papierblumenkette beschenkt und auf diese Art besonders geehrt. Das ganze Dorf trifft sich nun auf dem Festplatz, um sich an der Aufführung von Tänzen, Gesängen und Theatherstücken zu Ehren der alten Herrschaften zu erfreuen. Das Fest findet im Sommer (August) statt.

Chi Xin Jie

Miao

Taijiang und Umgebung (Guizhou)

Die ganze Dorfgemeinschaft trifft sich zu einem Freudenfest, das durch die Austragung von Stierkämpfen (Stier gegen Stier), Spatzenkämpfen und von traditionellen Ballspielen bestimmt ist. An die Stelle traditioneller Ballspiele treten aber zunehmend Basketball-Turniere. LUSHENG-TÄNZE und die berühmten GESÄNGE der Miao bilden den eigentlichen festlichen Rahmen. Das Fest findet im Sommer statt.

Blumenstrasse (Gan Hua Jie)

Yi

Eshan, Xinping und Umgebung (Yunnan)

Blumenstraße ist die Bezeichnung eines traditionellen Markttages, der in erster Linie den Yi Gelegenheit zum Warenaustausch und zur Festigung der Klanbindungen diente und dient. Da dieser Markt für landwirtschaftliche Güter auch die herausragende Möglichkeit zur Knüpfung zarter Bande dient, erscheinen besonders unverheiratete Männer und Frauen in den schönsten und farbenprächtigsten Trachten. Bei fröhlichen Tänzen kommt man sich näher (August)

Tai Wang Fest

Yao

West-Guangxi

Dieses Fest der Yao stellt das Gegenstück zum Mittherbstfest der Han-Chinesen dar, denn im Zentrum der Aufmerksamkeit steht ebenfalls der Mond. Die Bewohner des Dorfes ziehen am Abend gemeinsam oder im Kreis der Großfamilien auf Bergrücken, um sich dort beim nächtlichen Picknick begleitet von Zwiegesängen an der Betrachtung des Mondes zu erfreuen. Das Fest hat nicht nur familiären Charakter, der Dorfpriester macht an diesem Abend durch Beobachtung der Naturphänomene eine Vorhersage des Wetters fürs ganze kommende Jahr. (August/September).

Wang Guo Jie

Tibeter

Tibet, Qinghai, West-Sichuan

Dieses Fest markiert für die tibetischen Ackerbauern den Beginn der Herbsternte. Man reitet zusammen aus, um in feierlicher Prozession die Entwicklung der Feldfrüchte zu begutachten und um gutes Erntewetter zu beten. Begleitet von Tänzen und Liedern treten hauptsächlich die Männer zum Bogenschießen, Tauziehen und Pferderennen an.

Neujahrsfest (Duan Jie)

Shui

Guizhou

Im Mittelpunkt des Neujahrfestes der Shui steht das Beisammensein der ganzen Dorfgemeinschft. Zur Musik von Lusheng und Bronzetrommel erklingen Volkslieder und werden Tänze aufgeführt (z. B. Fächertanz). Neben einem Festessen, das das ganze Dorf an einer Tafel vereint, werden Pferderennen, Tauziehen und Stierkämpfe ausgetragen. Das Fest findet im November statt.

Lusheng Fest

Miao

Südost-Guizhou

Das Lusheng-Fest begehen mehrere Dörfer gemeinsam. In jährlichem Wechsel richten die verschiedenen beteiligten Dörfer das Fest aus. In verschiedenen Wettkämpfen vom Tauziehen bis zum Pferderennen messen die Dörfer ihre Kräfte. Den Höhepunkt bilden aber das berühmte WETTSINGEN und die nicht minder bekannten LUSHENG-TÄNZE, wobei die in wochenlanger Arbeit vor dem Wettstreit gebauten Instrumente ihre Feuerprobe zu bestehen haben. Das Fest findet im November statt.

Neujahrsfest (Qiang Nian)

Qiang

Nordwest-Sichuan

Neben der Ehrung der eigenen Ahnen ist der Besuch des nächstgelegenen Tempels des tibetischen Buddhismus fester Programmpunkt für die Angehörigen dieses mit den Tibetern eng verwandten Bauernvolkes am Tag des Neujahrsfestes. Anschließend tauscht man in der Dorfgemeinschaft Glückwünsche für das kommende Jahr aus, bevor man zum gemütlichen Teil der Feierlichkeiten übergeht, der in einem von Weinliedern und Tänzen begleiteten Trinkfest besteht.

Winterfest / Neujahrsfest (Dong Jie)

Dong

Guizhou, Guangxi, Hunan

Das Winterfest wird bei den Dong hauptsächlich im Kreise der Großfamilie begangen, wo ein Festessen veranstaltet wird, bei dem keinesfalls Geflügelgerichte und Klebreisküchlein fehlen dürfen. Der Tag ist geprägt von gegenseitigen Besuchen von Verwandten und Freunden, die die besten Wünsche für das neue Jahr austauschen. Zuweilen werden aber auch Stierkämpfe veranstaltet. Das Fest findet im November statt.

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