Stadienbauten Peking 2008

 Termin: Olympiapräsentation der deutschen Wirtschaft, 4. Juli 2004 unter dem Stichwort: Rostock meets Qingdao

Die Moskauer Entscheidung des Internationalen Olym- pischen Komitees am 13. Juli 2001, die Sommerspiele 2008 nach Beijing zu vergeben, hat eine breite emotionale Zustimmung und Freude bei allen Chinesen ausgelöst. Erstmals empfindet sich das gesamte chinesische Volk von der internationalen Öffentlichkeit als wahrgenommen und erstmals in der Geschichte des neuen China kann sich die Partei sicher sein, daß sie eine fast absolute Zustimmung zu einer Entscheidung erhält.

Für China ist der Zuschlag sowohl internationale Zustimmung und Geste der Weltgemeinschaft als auch die Chance, das eigene Land nach einem gewaltigen Kraftakt als die bestimmende Nation des neuen Jahrtausends zu präsentieren. Dementsprechend groß sind die Befürchtungen der Kritiker, die diese Chance in Anlehnung an die Erfahrung in Deutschland 1936 gerade nicht zulassen wollten.

Das nationale Projekt „Beijing 2008“ wird nicht nur die Stadt Beijing von Grund auf verändern und der Stadt ein Modernisierungsprogramm von bis zu 40 Mrd. US$ bescheren. Es wird auch ganz China betreffen und zur Modernisierung von Hotels, der Flughäfen, der Verkehrsinfrastruktur und vieler touristischer Einrichtungen beitragen, die lange noch über das Ereignis hinaus von Bedeutung für China und seine Menschen haben wird.

Investitionsvolumen

Allein 1,3 Mio. Arbeitskräfte werden im Rahmen der öffentlichen Investitionen von derzeit 21,7 Mrd. US$, davon 14,3 Mrd. US$ z.B. in den Bereichen U-Bahn-Bau (3,6 Mrd. US$), Grünflächen, Umweltschutz (8,6 Mrd. US$), Sportstätten (1,6 MRED. US$) und Olympisches Dorf (0,5 Mrd. US$) neue Arbeitsplätze finden.

Daneben wird das Projekt die Wirtschaft beflügeln und zur Modernisierung der Wohngebiete, Hotels, Einkaufs- und Erholungsgebiete beitragen.

Auf der am 23/24. Oktober 2001 in Beijing organisierten Konferenz „Beijing-Hongkong, Infrastrukturprojekte für Beijing 2008“ hat die Beijinger Stadt- und Plankommission eine erste Projektliste mit 144 Projekten aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Industrie und Verwaltung vorgestellt, die von der Stadtregierung als besonders förderwürdig eingestuft wurden.

Daneben rüstet sich die Regierung auf die Modernisierung der Verwaltung und eine Verbesserung des Beschaffungswesens, daß transparenter und auch für ausländische Unternehmen zugänglicher werden soll. Qualität steht zukünftig im Vordergrund und es besteht kein Zweifel, daß es Beijing mit der Umsetzung seiner Planvorstellungen ernst meint.

Ob die Spiele aber tatsächlich als „grüne Spiele“ in die Geschichte eingehen, weil die Stadt entsprechend angemalt oder aber bis dahin tatsächlich auf internationalem Umweltschutzstandard angesiedelt ist, bleibt die große Unbekannte. Nur eines ist gewiß: Wenn es ein Land und eine Regierung schaffen, die Aufgabe umweltgerechter Verhältnisse und Spiele zu schaffen, dann ist es China.

Immerhin die Hälfte der 21,7 Mrd. US$ sollen in den Umwelt- bzw. Wasserschutz fließen. Das U-Bahn-Netz wird von derzeit knapp 50 km auf 140 Km ausgebaut. Eine neue Ringstraße soll die Stadt entlasten und moderne Hochstraßen sollen sie für den fließenden Verkehr „schneller“ machen.

Zur Verbesserung der Kommunikation werden 50% der Haushalte an moderne Glasfasernetze angeschlossen.

Hart werden die Umweltschutzauflagen und die Konsequenzen für die großen Umweltverschmutzer. Kraftwerke werden mit deutscher Hilfe umgerüstet oder gar geschlossen, Stahlwerke oder sonstige Störer geschlossen und kurzfristig in die Provinz umgesetzt, Verkehrsmittel modernisiert und Kohlebrennöfen verboten.

wpe6A.jpg (6377 Byte)

Beijing soll wieder einen blauen Himmel und eine menschen- würdige Luft bekom men. Neue Parks und Grünflächen sollen ebenso wie eine Aufforstung zur allgemeinen Klimaverbesserung beitragen und alle Beteiligten hoffen, daß sie ihren Kindern in naher Zukunft wieder einmal einen Blick vom Kohlehügel auf die Westberge ermöglichen können.

Nord-Süd-Verbindungen der U-Bahn und die 5-Ring-Straße sind schon in der Planungs- und Realisationsplanung und es kann kein Zweifel bestehen, daß die Verbindung des Transrapid zwischen Beijing und Shanghai zur Eröffnung der olympischen Sommerspiele eine neue Ära einläuten wird.

Die Hotelinfrastruktur und der Gewerbehochhausbau werden auch auf dem Hintergrund der gerade begonnenen Privatisierung der Wohnungswirtschaft weiter ausgebaut und dazu beitragen, daß alte Freunde Chinas nach langer Zeit der Abwesenheit noch größere Probleme als heute haben werden, das vertaute alte Beijing mit seinen kleinen Gassen und verwinkelten Ecken wiederzuerkennen.

Unsere große Sorge muß dem Erhalt historisch gewachsener Stadtstrukturen und der Kulturdenkmäler gelten. Die Wahrscheinlichkeit, daß erhebliche, immerhin noch vor der Kulturrevolution geschützte Kulturgüter, dem „Fortschritt“ geopfert werden.

Die mit den Investitionen verbundenen Impulse für die Wirtschaft Chinas sind gewaltig. Allein 0,3% bis 2,0% zusätzliches Wachstum und eine Vielzahl von Projekten im Infrastrukturbereich erwartet die chinesische Führung von dem Projekt zusätzlich.

Insgesamt werden 37 Wettkampfsstätten und 52 Traininganlagen für die 28 Sportereignisse im Rahmen der Olympischen Spiele 2008 zur Verfügung gestellt. 32 Schauplätze sollen sich in Beijing befinden, die anderen 5 in anderen Städten, geplant sind das Sailing Center in Qingdao und jeweils ein Fußballstadion in Shanghai, Tianjin, Shenyang und Qinhuangdao. 15 schon existierende Anlagen (13 in Beijing) werden entsprechend ausgebaut und die anderen 22 werden neu gebaut, davon werden 19 in Beijing geplant. 

 





Termin: Olympiapräsentation der deutschen Wirtschaft, 2. Juli 2002

BEIJING 2008 - Projektgruppe der deutschen Wirtschaft, Trempel & Lehman, Lee & Xu Beijing, Berlin

Beijing_2008_Projects

German-Chinese Initiative for Investment in Beijing 2008 and China

PROJEKTE IN CHINA

Olympic City Beijing 2008

Home ] German-Chinese Initiative for Investment in Beijing 2008 and China ] Umsiedlungsprozesse  am Drei-Schluchten-Staudamm ] Beijing_2008_Projects ] Olympic City Beijing 2008 ]