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Umsiedlungsprozesse
am Drei-Schluchten-Staudamm
Bei dem Drei
Schluchten-Projekt am Yangze-Fluß handelt es sich um den Bau des größten
Staudammes der Welt. Nach der Fertigstellung im Jahr 2009 wird seine
Gesamtkapazität 18,25 Millionen KW mit einem jährlichen Energieausstoß
von 84,7 Milliarden Kilowattstunden betragen. Die gesamte
Wasserspeicherkapazität wird 39,8 Milliarden Kubikmeter umfassen und die
Auffangfähigkeit von Hochwassermengen wird 22,15 Milliarden Kubikmeter
ausmachen. Damit wird dieser Staudamm die Hochwassergefahren am Yangze-Flußeffektiv
beseitigen und dadurch 23 Millionen Hektar Land vor den Fluten bewahren
sowie das Leben und das Eigentum von 15 Millionen Bewohnern der Regionen
am mittleren und unteren Lauf des Yangze-Flusses schützen. Gleichzeitig
wird die Beförderungskapazität über den Wasserweg entscheidend erhöht
werden. Durch den Bau des Staudammes ergab sich aber auch das Problem,
zahlreiche Bewohner der Region um die Drei-Schluchten umzusiedeln.
Statistiken zufolge werden in der insgesamt 17jährigen Bauphase mehr als
1,038 Millionen Menschen von Chongqing als Umsiedlungsheadquarter woanders
untergebracht worden sein. Das macht 85 Prozent der Gesamtsumme aller in
dieser Region umzusiedelnden Menschen aus. Solch eine große Anzahl von
Einwohnern, die ihren Standort verlagern müssen, ist bisher in der
Geschichte Chinas bzw. der Welt kaum vorgekommen. Um ein besseres Verständnis
über die Umsiedlungsaufgabe zu erhalten, besuchte unser Redaktionsmitgied
Wang Xin einige der neuen Standorte der Bewohner dieser Yangze-Region und
interviewte Gan Yuping, den stellvertretenden Bürgermeister der
regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing, der für den reibungslosen Ablauf
der Umsiedlungsaktion verantwortlich ist.
Wang Xin: Herr Gan, würden
Sie bitte unseren Leser über die wichtigsten Grundsätze bei der Bewältigung
der Umsiedlungsaufgabe unterrichtenß
Gan Yuping: Die
Umsiedlung der Menschen aus dem Bereich des Drei-Schluchten-Staudammes ist
ein unverzichtbarer Bestandteil für die Realisierung des gesamten
Projektes. Der reibungslose Ablauf der Standortveränderung der Menschen
aus dieser Region ist zum einen notwendig für den Bau des Staudammes,
aber übt zum anderen auch einen großen Einfluß auf die wirtschaftliche
Entwicklung und soziale Stabilität auf die Reservoir-Fläche und
Gesamtchongqing aus. Die Regierung hat deshalb auch dieser Aufgabe ihre größte
Aufmerksamkeit gewidmet und die chinesischen Staatsführer wie auch die Führer
der betreffenden Behörden haben viele Male den Fortgang unserer Arbeiten
inspiziert. Sie verlangten von uns, bei den Aktionen den Umweltschutz zu
berücksichtigen und die Umsiedlung unter dem folgenden Prinzip
vorzunehmen: "Die Menschen zum Verlassen ihrer Heimat zu bewegen,
ihnen eine anständige neue Unterkunft zu besorgen und ihnen dabei
schrittweise zum Wohlstand zu verhelfen." Für die solide Handhabung
der Aktionen haben die zentrale und lokale Regierungsstelle ein
Umsiedlungsamt eingerichtet, das für die Lösung der Umsiedlungsfrage
zuständig ist und zum diesem Zweck 31, 555 Milliarden Yuan bereitgestellt
bekommen hat. Für die aussichtsreichste Koordination des Projekts wurde
die Entwicklung des südwestlichen Gebiets von China gefördert und von
der Zentralregierung Chongqing als regierungsunmittelbare Stadt, das
Reservoir und die betroffenen Kreise als die wirtschaftliche
Entwicklungszone der Drei-Schluchten am Yangze-Fluß direkt auf
Staatsebene gestellt. Die Stadt und die Zone genießen somit die gleiche
Vorzugspolitik wie die geöffneten Küstenstädte und Entwicklungszonen
der Küste. Die Zentralregierung beauftragte ebenfalls andere Städte und
Provinzen, Chongqing Unterstützung zukommen zu lassen und sich für die
Aufnahme von Menschen aus diesem Gebiet zur Verfügung zu stellen.
Wang Xin: Würden Sie
bitte den Begriff "entwickelter Umzug" erklärenß
Gan Yuping: Unsere
Aufgabe beschränkt sich nicht nur darauf, einfach Leute von A nach B
umzusiedeln. Darüber hinaus verbinden wir die Aufgabe des Umzuges mit der
Entwicklung von Ressourcen, wirtschaftlichen Sanierung von Unternehmen,
Reorganisation der Produktpalette, Urbanisierung, Entwicklung der ökologischen
Landwirtschaft, Armutsbekämpfung und Verbesserung der lokalen
wirtschaftlichen Strukturen. Dadurch entsprechen die Maßnahmen der
Umsiedlung der wirtschaftlichen Situation Chinas. Gleichzeitig wurde ein
neuer Weg beschritten, der aus der Summe der Erfahrungen früherer
Standortveränderungen aufgrund der Bauvorhaben von Staudämmen wie
Sanmenxia und Gezhouba, ermittelt wurde. Wir können heute schon stolz
sein auf die eingeschlagene Richtung bei unseren Bemühungen, denn die
Praxis in den letzten Jahren hat bewiesen, daß die Resultate sich sehen
lassen können. Zum Beispiel waren die Bewohner der Bergregion im Kreis
Yunyang, die in das Dorf Youxi bei der Stadt Jiangjin verpflanzt worden
sind, ehemals Bauern oder einfache Waldarbeiter. Ihr Einkommen war gering
und sie verfügten über keine weiterführenden Arbeitstechniken. Nachdem
sie sich im Dorf Youxi niedergelassen hatten, wurden sie von der
Lokalregierung nach einer Ausbildungsphase bei den dortigen Fabriken
untergebracht. Andere haben mit ihrem Entschädigungsfonds eigene Geschäfte
aufgemacht. Wieder andere haben sich von der Abfindung einen Lastwagen
gekauft und sind ins Transportgeschäft übergewechselt. Eine weitere
Gruppe von Umsiedlern engagiert sich heute außerdem in der Anpflanzung
von Orchideen. Ihre Einkünfte sind dank dem Auszug aus ihrer alten Gegend
sprunghaft angestiegen.
Wang Xin: Wie haben Sie
die derzeitige Sanierungsreform der Industriestruktur in den Prozeß der
Umsiedlung industrieller Unternehmen eingefügtß
Gan Yuping: In diesem
Punkt lautet unsere politische Vorgabe: "die Struktur reorganisieren,
die Qualität verbessern und die Effizienz steigern". Wir planen die
Fusionierung von 1397 Industrieunternehmen, die wegen des Staudamms
weichen mußten, auf nur noch insgesamt 389 Unternehmen. Die konkreten
Methoden dafür werden folgendermaßen aussehen:
1. Außer den Fabriken,
Minen und anderen Unternehmen, die bekannte Markenartikel herstellen, oder
eine ausschlaggebende Konkurrenzstärke nachweisen können, ist es nicht
vorgesehen, die anderen Betriebe umzusiedeln oder neu zu errichten.
2. Es ist vorgesehen, die
Fabriken, die rückständige Produkte herstellen, überalterte Geräte
benutzen, die Umwelt verschmutzen, Ressourcen schädigen oder deren
Schulden die Aktiva übertreffen, nur dann umzusiedeln, wenn sie von Grund
auf saniert werden.
3. Jedes Jahr soll eine
Reihe von Schlüsselunternehmen geschaffen werden, die die lokale
Wirtschaft voranbringen wird.
4. Es ist vorgesehen, das
Gebiet des Reservoirs für bekannte Markenartikelhersteller attraktiv zu
machen. Dieser Plan schließt den Umzug des Waschmittelherstellers
"White Cat" aus Shanghai und die Kooperation zwischen der
Dieselmotoren-Fabrik aus Changzhou und der ehemaligen Dieselmotorenfabrik
aus Wanzhou ein.
5. Das Umfeld für
Investitionen soll in der Gegend des Staudammes verbessert werden, die
Vorzugspolitik eingeführt und die Arbeitseffizienz gesteigert werden.
Dies sind Voraussetzungen um uns stärker für in- und ausländische
Unternehmen öffnen zu können.
Wang Xin: Die Umsiedlung
von Menschen ist keine einfache Aufgabe. Die Umsiedung von Millionen
Menschen wie hier vor Ort setzt einen Präzidenzfall. Wie sieht die Bewältigung
dieser enormen Aufgabe überhaupt ausß
Gan Yuping: Die Fläche,
die von Wasser überflutet werden wird, umfaßt einen Bereich von 862 qkm,
einschließlich 16 Distrikten, 10 Kreisen und 101 Dörfern. Bis zum Jahr
2009, wenn der Drei-Schluchten-Staudamm fertiggestellt worden ist und der
Wasserstand auf 175 m ansteigen wird, muß Chongqing die Aufgabe der
Umsiedlung vollbracht haben. Das bedeutet, es müssen bis dahin insgesamt
31,33 Millionen m2 an Wohnfläche bereitgestellt worden sein. Um dieses
Ausmaß zu bewältigen, haben wir unseren Umsiedlungsplan in drei Teile
gegliedert. Im ersten Schritt haben wir bereits 36 330 Menschen evakuiert.
Jetzt befinden wir uns in der zweiten Phase, wo wir 450 000 Menschen
umsiedeln werden. Beim letzten Schritt werden dann nochmals 550 000
Menschen woanders untergebracht werden. Drei Methoden werden bei der
Umsiedlung angewendet: der Rückzug auf höher gelegene Ortschaften; Suche
nach Unterkünften bei Verwandten; und der Umzug inner- oder außerhalb
der Grenzen von Chongqing. Als erstes inspizieren unsere zuständigen
Regierungsbeamten den neuen Ort, dann werden Repräsentanten der
umzusiedelnden Gemeinschaft eingeladen, die neue Umgebung zu begutachten
und anhand deren Vorschläge Änderungen vorgenommen. Wenn dann alle
Probleme wie Lebensverhältnisse und Arbeitsplätze geregelt worden sind,
können sie in ihre neue Heimat ziehen. Wird jedoch ein Gebiet außerhalb
von Chongqing ausgekoren, wird von uns spezielles Personal für die
Verhandlungsgespräche dorthin gesandt. Wenn die Umsiedler in der neuen
Heimat eingetroffen sind, ist es selbstverständlich, daß die
Regierungsbeamten sie in ihren neuen Wohnungen besuchen werden, um sich höchstpersönlich
davon zu überzeugen, daß alles in Ordnung ist. Sollte doch noch Probleme
bestehen, kooperieren wir solange mit den lokalen Behörden, bis alle
Unklarheiten aus der Welt geschafft worden sind.
Wang Xin: Ich habe einige
neue Siedlungen in Jiangjin besucht und habe dabei ein Phänomen
festgestellt. Die neuen Häuser der Umsiedler sind weitaus schöner und
geräumiger als die der bisherigen Einwohner. Jeder Haushalt ist an das
Wassersystem angeschlossen und einige Familien haben sogar Gasanschluß
Erzählen Sie uns doch bitte etwas über diese Veränderungen im Leben der
Umsiedler.
Gan Yuping: Das, was Sie
da ansprechen, ist ein Ausdruck unserer sogenannten entwickelten
Umzugspolitik. Die Fördermittel für die Umsiedler wird größtenteils für
den Bau von Wohnungen aufgewendet. Die Regierung ist verantwortlich für
die Bereitstellung von Wasser- und Elektrizitätsanschlüssen sowie für
den Bau von Straßen. Außerdem können die Umsiedler ein zweistöckiges
Haus errichten, indem sie dafür ebenfalls Staatszuschüsse erhalten sowie
einen Teil ihres Ersparten aufwenden. Die alteingessenen Einwohner
erhalten natürlich keine öffentlichen Gelder und besitzen deshalb
minderwertigere Wohnungen. Es ist eine Tatsache, daß für die meisten
Umsiedler, die vorher in schäbigen Hütten ohne Wasser- und Stromanschluß
hausten, sich der Lebensstandard nach dem Umzug aus der Heimat verbessert
hat. Es gibt auch Umsiedler, die in völlig neu errichtete kleine Dörfer
abgewandert sind. Da sie außerdem in relativ entwickelte Gebiete gezogen
sind, sind ihre Bechäftigungschancen sehr groß und mit dem Anstieg ihres
Einkommens sind sie nicht mehr von der kärglichen Landwirtschaft abhängig.
Wang Xin: Können Sie uns
im Detail sagen, welche Zuschüsse die Umsiedler erhaltenß
Gan Yuping: Der Standard
der staatlichen Ausgleichsentschädigungen wurde 1993 auf der Basis
langfristiger detailierter Statistiken berechnet und sind entsprechend dem
Preisindex jedes Jahr angepaßt worden. Laut den staatlichen Bestimmungen
erhält jeder Bauer einen Zuschuß von 30 000 Yuan . Um die Qualität und
den Standard der neuen Unterkünfte garantieren zu können, wurde ein
entsprechender Fonds zur einheitlichen Nutzung eingerichtet. Die
Regierungen an der Basis mußten außerdem auch für neue Krankenhäuser
und Schulen sorgen, deren Bau auch aus öffentlichen Mitteln bezahlt
wurde. Außerdem ist jedes Kind eines Umsiedlers für ein Semester von der
Schulgebühr befreit.
Wang Xin: Wie erfolgt überhaupt
die schulische Erziehung der Kinder während der Phase des Umzugesß
Gibt es eine größere Zeitspanne des Schulausfalls und wie sieht das
Schulwesen nach der Umsiedlung ausß
Gan Yuping: Während der
Fertigstellung des Drei-Schluchten-Staudammes werden 406 Schulen überflutet
werden. Davon betroffen sind insgesamt 164 000 Schülern, 16 000 Lehrer
und Mitarbeiter. Der Sinn, ein Dorf, eine Stadt oder eine Fabrik
umzusiedeln, liegt in der Kontinuität der Beschäftigungsmöglichkeiten
und der Erziehung. Deshalb werden staatliche Geldmittel zur Verfügung
gestellt und der Umsiedlung von Schulen wird dabei besondere
Aufmerksamkeit geschenkt. So ist beispielsweise die Entwicklungszone für
die Umsiedlung von Wanzhou in diesem Bereich neue Wege gegangen:
Als erstes ist bei der
Aufteilung des Fonds und der Projekte, dem Bau von Schulen vom Ministerium
für Bildung bis hin zu den lokalen Schulämtern im Gebiet des Reservoirs
Priorität eingeräumt worden. Außerdem leistete die lokale Regierung
ebenfalls ihren Beitrag zur Bereitstellung eines Fonds und der schuleigene
Fonds wird hauptsächlich für das Umsiedlungsprojekt verwendet.
Darüber hinaus wurden
unterschiedliche Ministerien und Kommissionen des Staatsrates, relevante
Provinzregierungen und Kommunalbehörden davon überzeugt, die Umsiedlung
der Schulen und die Entwicklung des Bildungswesens zu unterstützen. Eine
Analyse der Investmentstruktur bei der Umsiedlung der Schulen im
Reservoirgebiet von Wanzhou ergab, daß der Umsiedlungszuschuß
Beiträge von Außerhalb und Zuschüsse von Bildungsbehörden jeweils ein
Drittel der Ausgaben deckten.
Zu guter Letzt wurden
vielseitige Methoden bei der Schulumsiedlung angewendet. Dabei wird
insgesamt mit drei Modi operiert: der alleinige Baumodus, der gemeinsame
Baumodus und der vertragliche Baumodus. Der alleinige Baumodus sieht vor,
daß die Umsiedlungsabteilung den Auftrag hat, die Schulgebäude nach
einem bestimmten Standard zu errichten und dann dem Schulamt zu übergeben.
Auf diese Weise ist die Hongguang Grundschule in Wanzhou entstanden. Der
gemeinsame Baumodus sagt aus, daß die Umsiedlungsabteilung den Zuschuß für
das umzusiedelnde Bildungswesen der Schulbehörde oder direkt den Schulen
zuteilt. Die Schulbehörde ist dann verpflichtet, unabhängig Schulen in
den neuen Siedlungen zu errichten. Auf diese Weise ist die Sino-Kanadische
Freundschaftsgrundschule in Wanzhou entstanden. Finanzielle Beiträge aus
anderen Provinzen und Kommunen spielen beim Aufbau eines neuen Schulwesens
ebenfalls eine bedeutende Rolle. Zum Beispiel half die Stadt Ningbo,
sieben Schulen umzusiedeln. Und mehr als 20 Schulen erhielten finanzielle
Unterstützung aus der Provinz Guangdong. In Youxi deckt das System der
Freistellung der Schulgebühren für umgesiedelte Kinder dank weiterer
finanzieller Unterstützung sogar zwei Semester und nicht wie üblich ein
Semester ab. Schüler die Probleme mit der Eingliederung haben, wird von
Seiten der lokalen Regierungsstellen und der alteingesessenen Bewohner der
Ortschaften Hilfestellungen geleistet.
Wang Xin: Während ich
die neuen Siedlungen besuchte, fiel mir auf, daß die Umsiedler alle sehr
ausgeglichen wirkten und zuversichtlich in die Zukunft blickten. Überrascht
war ich davon, wie herzlich der Umgang der Mitarbeiter des
Umsiedlungsamtes mit den Umsiedlern ist. Kann man sagen, daß eingehende
und gewissenhafte sowie ideologische Arbeit die solide Grundlage der
Umsiedlungsarbeit darstelltß
Gan Yuping: Die
Umsiedlungsarbeit betrifft eine große Anzahl von Menschen und dauert
mittlerweile schon Jahre. Wir müssen nicht nur die Interessen der
Umsiedler in Betracht ziehen, sondern auch die alteingessenen Bewohner der
Siedlungsgebiete von der Notwendigkeit des Neuzugangs überzeugen. Die
Kader des Chongqinger Umsiedlungsamtes verbringen die meiste Zeit des
Jahres mit den Umsiedlern, denn nur so können sie die Staatspolitik
richtig vermitteln und sich um die Betroffenen kümmern.
Wang Xin: Wichtige
Faktoren spielten bei den Überschwemmungen im Gebiet des Yangze-Flusses
im Jahr 1998, die Erderosionen und die ökologischen Schäden am Oberen
und Mittleren Ausläufer des Flusses. Chongqing und das Reservoirgebiet
der Drei-Schluchten liegt am Oberen Ausläufer des Yangze-Flusses. Wie
werden bei der Umsiedlung Umweltschutzmaßnahmen berücksichtigtß
Gan Yuping: Um die
Wasserressourcen des Yangze zu schützen und die Wasserqualität des
Drei-Schluchten-Reservoirs zu garantieren, widmen wir uns besonders dem
Umweltschutz und haben das Reservoir-Gebiet von Chongqing zur ökologischen
Zone erklärt. Als erstes haben wissenschaftliche Forschungsaabteilungen
Untersuchungen durchgeführt, um einen Plan auszuarbeiten, der an dem
Prinzip festhält, die Umsiedlung der Ortschaften und die Förderung des
Umweltschutzes zu kombinieren. Wir verbinden wirtschaftliche Entwicklung
und Umsiedlungen mit Umweltschutzmaßnahmen, um Planung, Einführung und
Entwicklung zu realisieren und die Wiederkehr der wirtschaftlichen
Einheit, die sozialen Wirkungen sowie eine gesunde Umwelt in die Tat
umzusetzen. Umsiedlung dient nicht nur dem Drei-Schluchten-Staudamm,
sondern fördert auch die anhaltende Entwicklung und Zukunft der kommenden
Generationen. Beispielsweise ist es unsere Aufgabe bei der Umsiedlung, die
Unternehmen zu schließen, die den Yangze-Fluß verunreinigen. Im Bereich
der Landwirtschaft werden Wälder aufgeforstet und Weiden errichtet, die
vorher in Ackerland umfunktioniert worden waren. Gleichzeitig wird der
Anbau ökologischer Landwirtschaft unterstützt. Ich hoffe, durch die
Umsiedlung findet eine Wandlung im Bewußtsein zugunsten des
Umweltschutzes statt.
Wang Xin: Chongqing
bieten sich zur Zeit drei Chancen. Zum einen ist es zu einer
regierungsunmittelbaren stadt direkt unter der Zentralregierung
aufgestiegen, zum anderen finden hier die Bauarbeiten zum
Drei-Schluchten-Staudamm statt und zu guter Letzt nimmt es einen
herausragenden Platz bei der vom Staat getragenen Entwicklung des Westens
Chinas ein. Wie wird Chongqing mit diesen drei Chancen in Zukunft umgehenß
Gan Yuping: Diese drei
Bedingungen bieten wirklich gute Chancen für Chongqing. Nachdem wir eine
regierungsunmittalbare Stadt direkt unter der Zentralregierung geworden
sind, hat sich sogleich die Fläche Chongqings wie auch seine
Einwohnerzahl vergrößert und wir genießen Vorzugspolitiken. Die
staatliche Investition in den Drei-Schluchten-Staudamm umfaßt insgesamt
120 Milliarden Yuan. Das wird sicherlich in unserer Gegend Arbeitsplätze
schaffen und die Wirtschaft entwickeln. 2003, wenn die erste Gruppe der
Generatoren in Betrieb genommen werden, wird Chongqing über ausreichende
Energieversorgung verfügen. Nach der Realisierung des Projekts können 10
000 Tonner direkt von Shanghai aus nach Chongqing schippern und bessere
Bedingungen für die Öffnung Chongqings sowie des Südwesten Chinas
schaffen. In der Zwischenzeit wird Chongqing das wirtschaftliche Zentrum
am oberen Lauf des Yangze-Flusses werden.
Laut den Berechnungen
wird durch die Umsiedlung in Chongqing 31,33 Millionen m2 Wohnfläche
gebaut. Da entsteht ein interessanter Nachfragemarkt. Außerdem wird eine
verstärkte Kaufkraft in unserer Umgebung herausgebildet werden. All dies
wird bisher ungekannte Voraussetzungen zur Stimulierung des Marktes
hervorbringen, das Wirtschaftswachstum fördern und Arbeitsplätze
schaffen. Wir können mit Recht sagen, daß der Umsiedlungsprozeß für
uns ein großer Schritt nach vorn darstellt, der die Industrie in unserem
Gebiet entwickeln, die Öffnung beschleunigen und die Sanierung der
Industriestruktur Chongqings und unsere wirtschaftliche Entwicklung fördern
wird.
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