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„Die Verschmutzungssituation hat auf einer
nationalen Skala gesehen zum ersten Mal in den letzten Jahrzehnten
Einhalt genommen", sagte Xie auf einer nationalen Konferenz über
Umweltschutz am 7. Januar in Beijing.
Ende November 1999 hätte das Gesamtvolumen von 12
Schadstoffen, die in die Luft, das Wasser und den Boden Chinas
emittiert werden, feste Industrieabfallstoffe ausgenommen, unter den
Höchstwerten, die 1999 von der Zentralregierung festgelegt wurden,
gelegen, so Xie.
Das Land hat 53 kleine Kohlekraftwerke und 6400
Minen, die jährlich 26 Mio. t Kohle mit einem hohen Sulfatgehalt förderten,
stillgelegt. Dieses Vorgehen bedeutete, Sulfatdioxidemissionen und
Sauren Regen in 175 Bezirken und Städten im Land unter Kontrolle
gebracht zu haben.
China werde fortfahren, kleine Fabriken und Minen im
ganzen Land stillzulegen, falls diese im Jahr 2000 die staatlich
festgelegten Emissionswerte nicht erreichen, so Xie.
Er sagte, daß Beijing, eine der weltweit 10
luftverpesteten Städte, Fortschritte in der Verschmutzungskontrolle
erzielt habe, insbesondere seitdem vor 2 Jahren der Entschluß
gefallen sei, gegen die Luftverschmutzung anzugehen.
Xie zufolge ist die Verbesserung der Umweltqualität
in den letzten Jahren eine Haupfaufgabe der gravierend verschmutzten
Regionen gewesen. Diese Regionen umfassen das Becken des
Huaihe-Flusses -- Zuhause von 100 Mio. Menschen --, die Ebene des
Haihe-Flusses in Nordchina, die Ebene des Liaohe-Flusses in
Nordostchina, den Dianchi-See in der südwestchinesischen Provinz
Yunnan, den Taihu-See und den Chaohu-See in Ostchina.
In diesem Jahr werde landesweit die Atommüllforschung
intensiviert werden, um die Sicherheit von nuklearen Aktivitäten zu
garantieren, so der SUA-Minister.
„Trotz aller Fortschritte ist der Bedarf nach wie
vor enorm groß, sagte er.
Er wies darauf hin, daß der Umweltschutz ein
integrierter Teil der Planung für die beschleunigte Entwicklung
Chinas westlicher Gebiete sein werde.
„Chinas Westgebiete sind weit aus weniger
entwickelt als seine Ostregionen. Die nicht erschlossenen und
unbebauten Gegenden sind jedoch reich an Naturressourcen. Die
Entwicklung des Westens zu beschleunigen, wird beträchtlich zur
Volkswirtschaft beitragen", sagte Xie.
Nichtsdestotrotz unterstrich er: Im Prozeß der
Entwicklung des Westens müssen Umweltschutzprogramme in den
allgemeinen Entwicklungsplänen berücksichtigt werden; neue
Umweltopfer müssen vermieden werden."
In einer anderen Entwicklung zeigte der letzte
Wasserqualitätsbericht von 1999, herausgegeben vom Ministerium für
Wasserressourcen, daß die Wasserverschmutzung nach wie vor ein
Problem in vielen Großstädten Chinas ist.
Im Bericht, der Schlüsselverschmutzungsindice der
Wasserquellen in 19 Städten enthielt, heißt es, daß während der
letzten 10 Tage von 1999 festgestellt wurde, daß Beijing, Dalian in
der Provinz Liaoning, Taiyuan in der Provinz Shanxi, Xining in der
Provinz Qinghai, Kunming in der Provinz Yunnan und Urumqi im
Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang gute Wasserressourcen hätten,
während der Chaohu-See in der Provinz Anhui, Qingdao in der Provinz
Shandong und Chongqing, Chinas vierte regierungsunmittelbare Stadt,
über Wasserquellen schlechter Qualität verfügten.
Die Wasserverschmutzung des Chaohu-Sees wird hauptsächlich
durch inländische Schadstoffe wie Permanganat, Ammoniak und
Nitrogen verursacht, so der Bericht.
Ein Vertreter des Ministeriums für Wasserressourcen
sagte, der Bericht ziele darauf ab, Stadtregierungen und die Bürger
zu ermutigen, die Trinkwasserquellen zu schützen.
China hat seit April regelmäßig derartige
Wasserqualitätsberichte für große und mittlere Städte veröffentlicht.
Konfrontiert mit einer regelmäßigen Kontrolle wird von Lokalbehörden
erwartet, die grundlegenden Wasserquellen zu verbessern und die
Wasserqualität vor der Verschlechterung zu schützen.
In Anhui haben die Behörden die Sanierung von
Fabriken am Chaohu-See, einer Chinas fünf größter Süßwasserseen,
beendet.
Unter den 109 führenden Unternehmen am See, die pro
Tag jeweils über 100 t Abwasser produzieren, haben 90 den staatlich
festgesetzten Emissionsstandard erreicht und 18 sind stillgelegt
oder verlegt worden oder haben ihre Produktion verlagert. Das
verbleibende Unternehmen arbeiten hart daran, das Ziel so schnell
wie möglich zu erreichen.
Unter denjenigen, die weniger als 100 t Abwasser pro
Tag produzieren, haben 125 ihre Schadstoffbehandlung abgeschlossen
und 17 haben zugemacht oder ihre Produktion verlagert. Der Rest
versucht, sich anzupassen.
Als Ergebnis dieser Maßnahmen solle die
Wasserqualität des Sees sich in der nahen Zukunft merklich
verbessern, so der Vertreter des Ministeriums.
Die Sanierung des Chaohu-Sees ist bisher eines
Chinas größter Umweltschutzprojekte gewesen.
Das Seegebiet, mit einer Fläche von 13 000 qkm und
einer Bevölkerung von 9,6 Mio., leidet auch unter ernster
Bodenerosion.
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